1. Für Materialisten/Kommunisten ist die Demokratie eine Verfahrensform zur kollektiven Entscheidungsfindung auf der Grundlage des Mehrheitsprinzips. Für Idealisten ist die Demokratie eine Herrschaftsform .- (Entscheidungsform auf der Grundlage der Vernunft und Einsicht vs. Bestätigung und Ermächtigung zur Ausübung von Macht/Gewalt)
2. Das demokratische Repräsentationsprinzip ist das Kernprinzip der bürgerlichen Demokratie. – [Notwendigkeit damit bürgerliche Demokratie überhaupt zur Umsetzung der „Volksherrschaft“, funktionieren kann, Freiheit des Individuums wird Gemeinwillen/wohl untergebuttert, Freisetzung einer mit Macht ausgestatteten elitären Clique, deren Handlungsrahmen durch die (Macht)Verhältnisse (Militär, Justiz/Polizei, Kapital) bestimmt ist, in dessen Rahmen sie agiert].
3. Das Repräsentationsprinzip funktioniert praktisch durch intensiven Populismus vor der Wahl zur Meinungsbildung und Stimmengewinnung -> Meinungs- und Parteienproporz bei den Staatsämtern -> Angewiesenheit auf Experten und Beeinflussung durch Lobbyismus.
4. Sozialistische Demokratie als Alternative? (Repräsentative Demokratie, Parlamentarismus vs. Räte, Gremien, Auftragsgebundenheit. Systeme in Russland, China als Vorbild?)
5. Die bürgerliche Wissenschaft definiert die Demokratie idealistisch als Idee/Ideal und praktisch als ultimative Regierungsform, die friedlichen Machtwechsel ermöglicht. (Ausgangspunkt ist aber Macht /Gewalt also sind auch in der Demokratie nur gewaltsame „Lösungen“ möglich vs. freier Diskurs unter Anwendung der Demokratie als Verfahren). Auch von daher ideale Herrschaftsform für das Kapital.
6. Die bürgerliche repräsentative Demokratie hat die Gewalt internalisiert. Von daher ist sie Ausgangspunkt des Faschismus. Auch die bürgerliche Demokratie ist nicht in der Lage die sozialen Gebrechen und Schäden unter Kontrolle zu halten, wenn ihre zugrunde liegende Reproduktionsweise in die Krise gerät. Dann schlägt ihre Herrschaftsform in den Faschismus um, wo die Gewalt auf entsprechend ideologischer Grundlage in den Vordergrund rückt und unverblümt auftritt.
7. Repräsentative Demokratie als staatliches Konzept zur Gewinnung von Macht und Einfluss in der Außenpolitik (Herrschaftsanspruch über andere Staaten durch die Forderung, sie sollten demokratisch werden vs. was haben die aufgeforderten Staaten davon)
8. Kommunismus als Alternative (Idealismus, Herrschaft Macht, Gewalt vs. Materialismus, Vernunft, Wissenschaft, Dialektik).
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